Balkonsanierung mit dem Profi

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Typische Schäden bei einem in die Jahre gekommenen Balkon: Chemische und physikalische Einflüsse lassen den Beton von der Kragplatte abplatzen. Durch undichte Fugen oder eine undichte Bodenplatte dringt Feuchtigkeit ins Mauerwerk. Stahlkonstruktionen sind verrostet und Geländer wurden marode. Die Tragfähigkeit des Balkons ist gefährdet. Hier stellt sich die Frage: Sanierung der Altsubstanz oder Abriss und Neubau?

Balkon sanieren ja, aber gleich richtig! Das heißt bei uns: Maroder Balkon weg. Neuer Balkon dran. Das spart Kosten

Reparatur oder Abriss? Kosten und Nutzen abwägen

Bei den meisten Balkonen wäre es nur kurzlebige Kosmetik, den Balkon abzudichten. Man würde das Problem nur – mit dann doppelten Kosten – ein paar Jahre verschieben. Deshalb ist es am wirtschaftlichsten, die maroden Balkone komplett abzubrechen, das Gebäude zu sanieren und nachträglich neue Balkone vorzustellen. Dies hat auch den Vorteil, dass bei einer energetischen Sanierung die Wärmebrücke der alten Balkonkragplatte entfällt.

Neue größere Balkone sind ein klarer Mehrwert

Eine Balkonsanierung der alten Substanz hat den Nachteil, dass die Balkonfläche – der häufig kleinen Balkone – gleich bleibt. Durch den Anbau neuer Balkone wird in der Praxis meistens die Balkongröße wesentlich vergrößert und somit Nutzfläche und Wohnwert gesteigert. Gerade in guten Wohngegenden kann so neuer attraktiver Wohnraum geschaffen werden. Zudem bieten neue Balkone auf Jahrzehnte Sicherheit in puncto Korrossion. Auch barrierefreie Übergänge sind dabei leicht und wirtschaftlich zu realisieren.

 

 

Titelthema: Balkonsanierung mit Spittelmeister in der Fachzeitschrift metallbau 11/2018

Wie saniert man Balkone am sinnvollsten?

Als der leistungsstarke Balkonbauer bieten wir Ihnen Komplettlösungen (selbstverständlich inklusive Abriss) für erstklassige Balkonsanierungen an mehrgeschossigen Gebäuden an. Profitieren Sie aus unserer 70-jährigen Erfahrung am Bau.

Artikel Balkonsanierung mit Spittelmeister. metallbau magazin 11-2018

Argumente aus unserer täglichen Praxis als Balkonbauer. Pro & Kontra

für eine einfache Sanierung/Abdichtung bestehender Kragplatten

  • KONTRA Reparatur. Balkone aus den 1950er, 60er, 70er oder 80er Jahren wurden häufig nicht nach den ursprünglichen Statiken gebaut. Das heißt konkret, in der Balkonplatte liegt entweder zu wenig Stahl oder er liegt an der falschen Stelle oder es wurden falsche Betongüten verwendet. Das findet aber immer erst Jahrzehnte später ein Gutachter heraus oder wir sehen das, wenn wir die Balkone abschneiden. Beim Abschneiden der Balkone ist es nicht das erste Mal passiert, dass ein Geländer die Balkonplatte gehalten hat und nach dem Abtrennen vom Gebäude der ganze Balkon heruntergebrochen ist.
  • KONTRA Reparatur. Die statische Prüfung, ob ein Balkon wirklich noch lange Zeit hält, ist zudem nicht einfach und vielfach gar nicht möglich, vor allem bei sehr alten Bauteilen. Außerdem mache es keinen Sinn, einen bestehenden Balkon im Rahmen einer energetischen Sanierung so zu ertüchtigen, dass er lange hält und gut genutzt werden kann. Wir haben viele Projekte, wo die Kosten einer Sanierung und die Kosten einer Erneuerung fast gleich waren. Und nach einer klassischen Betonsanierung mit neuem Belag hat man in der Regel maximal 15 Jahre Ruhe und dann geht es wieder los, dass irgend etwas abplatzt oder korrodiert.

  • KONTRA Reparatur. Bei einer konventionellen Betonsanierung werden in der Regel keine Pauschalangebote gemacht. Sondern der Aufwand richtet sich nach dem Grad der Korrossion, der erst während der Arbeiten sichtbar wird. Das heißt: Die Kosten sind nicht klar kalkulierbar.

  • KONTRA Reparatur. Eine Betonsanierung ist ein Riesenaufwand. Der Beton muss abgeschlagen werden, die durchgerosteten Bewärungseisen werden frei gelegt, neu grundiert, lackiert und wieder zubetoniert. Außerdem muss dafür das alte Balkongeländer immer komplett abgebaut werden. Zum Schluß hat man einen kleinen, immer noch alten Balkon ohne Dämmung.

  • FAZIT: Einen bestehenden Balkon zu sanieren, ist immer nur eine temporäre Lösung. 

 

 

für eine energetische Sanierung/Abdichtung bestehender Kragplatten

  • KONTRA Reparatur. Gegen eine energetische Sanierung bestehender Kragplatten spricht neben der begrenzten Haltbarkeit auch der benötigte Platzbedarf der Isolierung. Die Wärmedämmung der Fassade nimmt zusätzlich 15 bis 20 Zentimeter ein, so dass am Ende vielleicht ein knapp ein Meter tiefer Balkon bleibt, auf den man nicht einmal einen Tisch und zwei Stühle stellen kann. Die meisten unserer Kunden wünschen sich aber attraktive Balkone.

  • FAZIT: Die Lösung liegt also auf der Hand: Alter Balkon ab, neuer Balkon dran! Balkone mit zwei Stützen oder Balkone mit vier Stützen werden nachträglich vor das Gebäude gestellt, entweder aus feuerverzinktem Stahl oder aus witterungsbeständigem Aluminium. Beide Konstruktionen sind nahezu pflegefrei. Nur die Entwässerung muss, wie überall, gewartet werden.

  • PRO Reparatur. Die meisten neuen Balkone haben jedoch ein optisches Manko. Sie sind fast immer rechteckig. Rundungen, Schrägen, Ausklinkungen oder andere architektonische Besonderheiten entfallen meist zugunsten von Zweckmäßigkeit und Kosten. Da werden auch Häuser der vergangenen Jahrzehnte dem heute typisch sachlichen Baustil einfach unterworfen. Einzig bei Balkonen an denkmalgeschützten Bauten geht man noch sanft zu Werke und findet individuelle Lösungen, die aber in der Regel recht teuer sind.

Balkonsanierung an einem Wohnblock des sogenannten Plattenbau's

Balkon sanieren am Beispiel eines DDR Plattenbau mit vorher und nachher Bildern

Begriffsklärung: Balkonsanierung

Da in der Wohnungswirtschaft der Begriff «Balkonsanierung» auch für den Abriss von Balkonen und dem anschließendem Neubau gebräuchlich ist, möchten wir als Hinweis hinzufügen, dass wir aus den oben genannten Gründen keine Balkonabdichtungen oder Renovierung von alten sanierungsbedürftigen Balkonen anbieten.